Geschichte Der Erde

 
 


  1. *Wie alt ist die Sphinx?


Nachfolgendes ist vielleicht eine der wichtigsten Entdeckungen, die auf diesem Planeten je stattgefunden haben. Etwas, das sich genau jetzt, in diesem Augenblick, abspielt. Es begann jedoch vor etwa vierzig Jahren mit R. A. Schwaller de Lubicz. Das ist ein berühmter Ägyptologe, ein Autodidakt, der viele Bücher geschrieben hat. Er und seine Tocher Lucy de Lubicz haben ein tiefreichendes Verständnis der heiligen geometrischen Figuren und der ägyptischen Kultur unter Beweis gestellt.

Bei seiner eingehenden Betrachtung der Sphinx entwickelte Schwaller de Lubicz ein besonderes Interesse an der Frage, wie die immense Abnutzung an ihrer Oberfläche zustande gekommen war. In Richtung Rückseite der Sphinx fanden sich Erosionsspuren, die 3,60 Meter tiefe Einschnitte in ihre Oberfläche gekerbt haben, und dieses Erosionsmuster ist ein völlig anderes als das an anderen ägyptischen Bauwerken [Abb. 1-9]. Die Erosionsmuster an anderen angeblich zur gleichen Zeit errichteten Bauwerken wurden von ihrer Oberflächenstruktur her durch Sand und Wind eingegraben, was schlüssig ist, wenn man davon ausgeht, dass die Gebäude – so wie angenommen – rund 4000 Jahre alt sind. Die Erosionsspuren an der Sphinx jedoch sehen aus, als seien sie von Wasser geglättet worden. Entsprechend des gängigen Denkens wurden die Sphinx, die Cheopspyramide und sonstige hiermit zusammenhängende Bauwerke vor etwa 4500 Jahren in der vierten Dynastie unter Cheops errichtet.


               
               


Als Archäologen, die sich mit Ägypten befassten, darauf angesprochen wurden, dass hier etwas nicht recht zusammenpasste, stellten sie sich taub. So ging es rund vierzig Jahre lang. Anderen mochte es auffallen, doch die Ägyptologen wollten offenbar nicht zugeben, was eigentlich offensichtlich war. Dann begann sich ein gewisser John Anthony West für die Sache zu interessieren. Er hat etliche Bücher über Ägypten geschrieben, darunter »Die Schlange am Firmament« und einen hervorragenden Ägyptenführer. Als er von den Debatten über die Sphinx hörte, fuhr er selbst hin, um sich das Ganze anzusehen. Er konnte sich überzeugen, dass die Erosion unglaublich ausgeprägt war und in der Tat so wirkte, als sei sie von Wasser hervorgerufen worden. Auch er musste wie Schwaller de Lubicz feststellen, dass er die renommierten Archäologen nicht dazu bringen konnte, sich anzuhören, wie er über die Sphinx dachte.

Ich glaube, diese Weigerung hat ihren Grund. Bitte versteht, dass ich hier nicht versuche, eine der Weltreligionen in Misskredit zu bringen. Ich berichte nur, wie es ist. Seht ihr, es gibt rund 5000 Archäologen auf der Welt, die sich mit Ägyptologie befassen, und sie sind sich größtenteils einig. Diese Einigkeit hat mittlerweile Tradition. Ab und zu wird eine Aussage ein wenig geändert, aber nicht zu viele auf einmal (und auch nicht zu schnell), und so sind sich die meisten auch einig, welches Alter die Pyramiden haben. Diese Archäologen sind, mit wenigen Ausnahmen, Moslems, und ihre heilige Schrift ist der Koran. Im Koran heißt es, der traditionellen Auslegung zufolge, dass die Schöpfung vor etwa 6000 Jahren begann. Würde ein Moslem also sagen, ein Bauwerk sei 8000 Jahre alt, so würde er seiner Bibel widersprechen. Das kann er nicht, er kann es einfach nicht, also lässt man sich gar nicht erst darauf ein, über Gedanken wie diesen zu sprechen oder zu diskutieren.

Wenn also einer daherkommt und sagt, irgendein Bauwerk sei älter als 6000 Jahre, so werden die Archäologen dem nicht zustimmen. Sie werden alles tun, um ihren Glauben zu bewahren, indem sie dafür sorgen, dass keiner etwas über von Menschenhand geschaffene Objekte erfährt, die älter als 6000 Jahre sein könnten. So zum Beispiel haben sie um die Pyramiden der Ersten Dynastie, die älter sind als Saqqara, eine Einfriedung gebaut und militärische Befestigungsanlagen um sie herum und innerhalb der Mauern gebaut, damit niemand dorthin gelangt. Warum das alles? Weil sie älter als 6000 Jahre alt sind oder zumindest annähernd so alt. Also tat John Anthony West den Schritt aus der Ägyptologenwelt heraus und brachte einen amerikanischen Geologen namens Robert Shoch ins Spiel, dessen Computeranalyse eine radikal andere, wissenschaftliche Sichtweise erbrachte. Siehe da, es bestand nämlich nicht der leiseste Zweifel daran, dass die Sphinx in der Tat Spuren einer Erosion durch Wasser zeigt – und in einer Wüste, die mindestens 7000 Jahre alt ist, muss sie von daher wohl gut 6000 Jahre alt sein.

Noch dazu haben Computer errechnet, dass es mindestens 1000 Jahre lang ununterbrochen nonstop 24 Stunden am Tag sturzflutartige Regenfälle gegeben haben müsste, um eine solche Erosion hervorzurufen. Ausgehend davon muss die Sphinx mindestens 8000 Jahre alt sein. Da es aber unwahrscheinlich ist, dass es 1000 Jahre lang nonstop wie aus Eimern gegossen hat, gingen die Schätzungen dahin, dass sie mindestens 10-15.000 Jahre alt sein müsste, vielleicht auch noch viel älter. Wenn dieses Beweismaterial in die Öffentlichkeit gelangt, wird das auf diesem Planeten eine der gewichtigsten Neuerkenntnisse seit langer, langer Zeit sein. Es wird wahrscheinlich größere Auswirkungen auf das Selbstverständnis der Welt haben als jede andere Entdeckung. Dieses Material hat noch keinen Eingang in die Schulen oder die Allgemeinbildung gefunden, obwohl es die Runde um den gesamten Planeten gemacht hat. Man hat es betrachtet und geprüft und darüber nachgedacht und debattiert, und am Ende kamen die meisten Wissenschaftler zu der Überzeugung, dass nicht daran zu rütteln war.

Damit hätten wir also das Alter der Sphinx auf mindestens 10.000 Jahre erhöht, vielleicht auch auf 15.000 oder noch viel mehr, und schon verändert das die gesamte Weltsicht der Menschen an vorderster Front der Archäologie. Man muss sich klarmachen: Nach dem zu urteilen, was wir derzeit zu wissen glauben, war die älteste Zivilisation auf der Erde die der Sumerer, und sie geht auf ca. 3800 Jahre v. Chr. zurück. Davor, so der herkömmliche Erkenntnisstand, gab es nichts als haarige Barbaren – keine Zivilisation wo auch immer auf dem gesamten Planeten. Aber nun haben wir hier etwas von Menschenhand Errichtetes und einer Zivilisation Zuzuordnendes, das 10.000 bis 15.000 Jahre als ist. Damit verändert sich mit einem Schlag alles!

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass es immer dann, wenn etwas wie dies hier entdeckt wird, das einen maßgeblichen Einfluss auf das gängige Weltbild hat, rund hundert Jahre dauert, bis es zur gewöhnlichen Bevölkerung durchdringt, bis der Durchschnittsmensch sagt: »Ja, klar, das stimmt!« Dieses Mal jedoch wird es viel schneller gehen, und das liegt am Fernsehen, an den Computern, am Internet und am heutigen Umfeld. Nun beginnt man in wissenschaftlichen Zirkeln zum allerersten Mal die Worte Platos in einem neuen Licht zu sehen, als er von einer anderen Kultur, einem anderen Kontinent aus einer im Halbdunkel liegenden Vergangenheit sprach, der den Namen Atlantis trug.

Die Sphinx ist die größte Skulptur auf dem Planeten. Sie wurde nicht von haarigen Barbaren geschaffen, sondern von einer sehr ausgereiften Kultur. Und sie stammt nicht von irgendjemandem, den wir derzeit hier auf der Erde kennen. Aus wissenschaftlicher Sicht ist das der erste handfeste Beweis zum wahren Alter der Zivilisation, den man akzeptieren muss. Es hat zahlreiche weitere Beweise gegeben, doch hat man sie einfach immer wieder unter den Teppich gekehrt. Durch diese Information über die Sphinx hat unsere Weltsicht einen Riss bekommen. Das war um 1990, und der Riss wird nun immer breiter. Wir haben nun akzeptierte Belege dafür, dass es absolut so gewesen sein muss, dass schon vor 10.000 Jahren jemand Hochzivilisiertes auf der Erde war. Und gleich wird deutlich werden, warum das unser Selbstbild vollkommen verändern wird.


Edgar Cayce, die Sphinx, und die Halle der Aufzeichnungen

Ich finde es außerordentlich interessant, dass ausgerechnet die Sphinx diese Veränderung auslöst, insbesondere mit Blick auf das, was die A.R.E. [Association for Research and Enlightenment] gesagt hat. Die A.R.E., eine Stiftung, die auf den Lehren des »schlafenden Propheten« Edgar Cayce basiert, sagt, dass die Sphinx den Zugang zur Halle der Aufzeichnungen in sich berge. Die Halle der Aufzeichnungen ist angeblich eine unterirdisch angelegte Kammer, die physisches Beweismaterial für uns überlegene alte Zivilisationen auf der Erde enthält.

Cayce ist ein sehr interessanter Prophet. Er traf etwa 14.000 Vorhersagen in seinem Leben, und bis 1970 waren 12.000 dieser Vorhersagen eingetroffen und 2.000 standen noch aus. Und bei all diesen Vorhersagen unterlief ihm nur ein einziger winziger Fehler. Bei 12.000 Vorhersagen ist das unglaublich. Von daher ist man fast geneigt, ihm diesen einen Fehler nachzusehen: Cayce hatte nämlich einen Brief von einem Mann in Frankreich erhalten, der ihn bat, ihm etwas zu seiner Gesundheit zu sagen, worauf Cayce diese Auskunft versehentlich für den Zwillingsbruder des Fragestellers erteilte. Das war sein einziger Fehler. Alles andere traf exakt so ein, wie von Cayce vorhergesagt – bis 1972. Nach 1972 schlichen sich jedoch Fehler ein, und ich werde zu gegebener Zeit noch darauf eingehen, warum. (Wer meint, Cayce’s Vorhersage, Atlantis würde vor 1970 an die Wasseroberfläche kommen, sei nicht eingetroffen, dem empfehle ich, einmal die Januarausgabe 1970 von Life unter die Lupe zu nehmen. Es kamen in der Tat in der Gegend, in der Cayce zufolge Atlantis gewesen sein muss, Inseln an die Meeresoberfläche; manche sind wieder versunken und manche befinden sich noch heute über dem Wasserspiegel.)

Wie Cayce sagt, ist die rechte Tatze der Sphinx die Öffnung, die zur Halle der Aufzeichnungen führt. Sowohl Thot als auch Cayce haben verlauten lassen, es gäbe physische Objekte, die in einem unterirdischen Raum unweit der Sphinx versteckt seien und den absoluten Beweis lieferten, dass es lange vor uns hochentwickelte Kulturen auf diesem Planeten gab. Thot sagt, diese Objekte würden die Existenz solcher fortgeschrittener Kulturen bis auf fünfeinhalb Millionen Jahre zurück beweisen. Im Vergleich zu diesen uralten Kulturen steckt unsere Kultur noch in den Kinderschuhen.

Tatsache ist, dass die Zivilisation auf diesem Planeten Thot zufolge 500 Millionen Jahre zurückreicht, und unsere allererste Kultur kam ursprünglich von den Sternen. Doch vor fünfeinhalb Millionen Jahren geschah etwas Kolossales, das sich auf die Akasha-Chronik auswirkte. Mir ist – so, wie ich die Akasha-Chronik verstehe – nicht klar, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Soweit ich weiß, existiert alles, was in Erscheinung tritt, immer und ewig – in Form von Schwingungen. Ich verstehe also nicht, wie die Akasha-Chronik vernichtet werden kann, und dennoch sagt man mir, dass das stimmt.


*Textauszüge aus dem Buch »Die Blume des Lebens - Teil 1« von Drunvalo Melchizedek. Mit freundlicher Genehmigung des  KOHA-Verlag GmbH, Burgrain. In unserem  ONLINE - SHOP bestellbar.